Formatrecycling

Verbrochen von Herrn Olsen am 17|02|2009

Es ist doch wirklich kaum zu glauben, wie wenig gute Ideen es im deutschen Fernsehen gibt.
Da wird geklaut, kopiert und nachgemacht bis sich die Formate rein gar nicht mehr voneinander unterscheiden.
Erst gab es Big Brother, wo man den Lagerkoller live und in Farbe verfolgen konnte – wenig später wurde die ISS gebaut.
Später kam dann DSDS – mittlerweile kommt nichtmal mehr eine popelige Kochshow ohne Jury, Recall (das kommt von „schonmal gegessen“) und Mottokochen aus.
Von den ganzen Gerichts-,Talk-, und Quizshows oder den zahlreichen Telenovelasoaps mal ganz zu schweigen.

Was der gemeine Chinese bis zur Perfektion entwickelt hat – in Deutschlands Flimmerkisten findet es ebenfalls tagtäglich statt: Kopieren, klonen und plagiarisieren bis auch der letzte Zuschauer der werberelevanten Zielgruppe nicht mehr weiß, ob er gerade Jauch, Pilawa oder (Gott beware) Max Schradin vor sich hat.

Und als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre kommt Prosieben mit noch einem bahnbrechenden nochniedagewesenen Format daher. Germanys next TopShowAct by „DJ“Bobo (oder so).
Das neue daran?‘
Diesmal werden keine Stars, Models oder Supertalente sondern einfach ein paar Hupfdohlen für des „DJ“s nächste Tour gesucht.
Wenn das so weiter geht dann sucht die Agentur für Arbeit demnächst in der eigenen Show „Germanys next Superfleischwarenfachverkäufer(in)“. Aber dann naürlich bei einem der öffentlich-rechtlichen Sender. Das sind ja schließlich Anstalten.

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